Bundeswirtschaftsminister Habeck hat am Donnerstag den 23.06.2022 die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen.
Ihre Ahrtal-Werke geben Ihnen Tipps zum Gassparen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 23. Juni die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. In gleichem Atemzug ruft Bundeswirtschaftsminister Habeck dazu auf den eigenen Gasverbrauch, sofern möglich, bereits heute zu reduzieren.
Hierzu bieten sich diverse Möglichkeiten. Viele davon sind einfach, sowie ohne größeren Komfortverlust in den Alltag integrierbar.
- Raumtemperatur
- Einstellen des Heizthermostates
- Heizkörper frei räumen
- Konstanz in der Raumtemperatur
- Duschen statt Baden
- Stoßlüften
- Türen schließen
- Tipps beim Kochen mit Gas
- Regelmäßige Wartung und Entlüftung des Heizsystems
- Dämmen und Isolieren
Die ideale Raumtemperatur ist abhängig von der jeweiligen Nutzung des Raumes.
Studien haben ergeben, dass die ideale Schlaftemperatur bei 16 °C bis 18 ºC liegt. Darüber hinaus wird tagsüber in der Regel im Schlafzimmer weniger Wärme benötigt. Auch in der Küche wird eine etwas geringere Temperatur empfohlen, da die dort genutzten Geräte bei der Nutzung zusätzliche Wärme abstrahlen. Im Wohnzimmer oder im Badezimmer raten Experten hingegen zu einer Innentemperatur von 20 °C bis 23 °C.
Die Wohlfühltemperatur ist selbstverständlich individuell, Kleinkinder oder ältere Menschen benötigen tendenziell etwas wärmere Temperaturen. Aber bedenken Sie: Eine Reduktion der Raumtemperatur um 1 °C entspricht einer durchschnittlichen Energieeinsparung von rund 6 %.
Das Thermostat sollte so eingestellt werden, dass keine Wärme verschwendet wird.
Heizkörper sollten grundsätzlich frei bleiben. Dadurch kann ein Wärmestau vermieden und gegebenenfalls eine Beeinflussung des Thermostates vermieden werden.
Eine Nachtabsenkung kann helfen Energiekosten zu sparen. Die Heizung sollte aber im Winter nie komplett ausgeschaltet werden, da das Aufheizen eines komplett ausgekühlten Zimmers mehr Energie kostet, als die Heizung bei mittlerer Temperatur laufen zu lassen.
Nur durchschnittlich ein Drittel der Wassermenge wird beim Duschen gegenüber einem Vollbad verbraucht. Diese Wassermenge muss aufgeheizt werden. Kürzeres Duschen spart somit unmittelbar Energie ein, die zur Beheizung des Wassers benötigt wird.
Stoßlüften spart gegenüber angekippten Fenstern.
Der Einspareffekt bei geschlossenen Türen ist umso größer, je größer das Temperaturgefälle zwischen angrenzenden Räumen ist.
Dies gilt insbesondere, wenn es sich bei einem Raum beispielsweise um einen ungedämmten Raum handelt.
Ein Deckel auf dem Topf reduziert die Wärmeverluste und spart so Energie. Nutzen Sie dabei auch die benötigte Menge an Wasser, denn je mehr Wasser Sie erhitzen, umso mehr Energie müssen Sie aufwenden.
Um Gas zu sparen, ist eine regelmäßige Wartung inklusive eines hydraulischen Abgleiches durch einen fachkundigen Installateur sehr wichtig. Doch es muss nicht immer ein Installateur zu Ihnen kommen. Insbesondere vor der Heizsaison ist es sinnvoll, die Heizkörper zu entlüften.
Neben den zuvor dargestellten relativ einfachen und schnell umsetzbaren Maßnahmen, gibt es natürlich auch die Möglichkeit nachhaltig und langfristig zukunftsorientierte Maßnahmen anzustoßen. Das Dämmen eines bislang weniger gut gedämmten Hauses, das Dämmen von Heizungsrohren, oder das Isolieren von Fenstern und Türen können exemplarische Maßnahmen sein.
Langfristig kann die Umstellung des Heizsystems auf eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Heizungsalternative sinnvoll sein. Ihre Ahrtal-Werke beraten Sie gerne zur Nutzung unserer umweltfreundlichen Fernwärme, die mit einem CO2-Äquivalent von 0,00 und somit gleichbedeutend mit dem Einsatz 100 % erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung produziert wird.